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Buchrezension: Denk an mich, wenn du stirbst - Jennifer Hillier

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch das Buch "Denk an mich, wenn du stirbst" von Jennifer Hillier vorstellen. Obwohl das Buch als Thriller beschrieben wird und auch der Klappentext dies bekräftigt, liest sich „Denk an mich, wenn du stirbst“ eher als eine Art Roman – vielleicht wäre der Begriff Drama passender. Zwar gibt es auch Spannungselemente und die ein oder andere Überraschung, doch der Fokus liegt ganz klar auf der Ausgestaltung der Charaktere . Der Leser erhält dabei Einblicke in verschiedene Perspektiven und kann sich trotz der Schilderung der Ereignisse in der dritten Person sehr gut in die Gefühlslage der Hauptpersonen versetzen. Gerade durch die sehr emotionsgeladene Handlung ergeben sich viele Möglichkeiten für detailreiche Schilderungen, was sicherlich nicht den Geschmack jeden Lesers treffen wird, der einen spannenden Thriller erwartet. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin und die Authentizität der Figuren würde ich längere emotionale Passagen jedoc

Buchrezension: Tödliche Schuld - Nicci French

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch den neuen Roman des Autoren-Duos "Nicci French" vorstellen. Ich habe zugegebenermaßen relativ lange gebraucht, um dieses Buch zu Ende zu lesen – der Kenner weiß: Das spricht nicht für einen „Pageturner“. So richtig packen konnte es mich also nicht. Obwohl mir die Grundidee der Story gefallen hat, gab es mehrere Aspekte, die mein Lesevergnügen getrübt haben. Zum einen war die Handlung etwas träge und ziemlich vorhersehbar. Es kam nicht wirklich Spannung auf und der große Aha!-Moment blieb leider aus. Auch zur Protagonistin konnte ich keine Sympathien aufbauen . Ihre Handlungen geben nicht viel Anlass zur Identifikation mit ihr und bei ihrer flatterhaften Entscheidungsfindung ist es kein Wunder, dass man durchaus auch mal von ihr genervt ist. Auch die anderen Charaktere wirken eher wie Karikaturen und konnten in Sachen Nachvollziehbarkeit der Handlungen ebenso wenig Punkte einfahren, wie die Protagonistin. Trotz des angenehmen Schreibstil

Buchrezension: Beste Freunde - Sharon Bolton

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch einen hervorragenden Spannungsthriller empfehlen: "Beste Freunde" von Sharon Bolton! Zugegebenermaßen hatte ich Anfangs meine Probleme damit, die ganzen vorgestellten Figuren auseinanderzuhalten und der Konstellation der Freundesgruppe zu folgen. Doch nach einiger „kennt“ man die Charaktere und kann sich voll und ganz auf das Drama einlassen, das sich einem Stück für Stück offenbart. Bereits der Klappentext hatte mich gepackt und ich war von der ersten Seite an auf das Ende gespannt. Obwohl sich die Handlung nur langsam entfaltet, gelingt es der Autorin durch intelligente Perspektivenwechsel die Spannung nicht nur zu halten, sondern im Verlauf noch zu steigern. Insbesondere dadurch, dass der Leser keinen Einblick in die Gedankenwelt von Megan erhält, trägt natürlich einen großen Teil dazu bei. Es ist schon lange her, dass mich ein Buch an keinem Schritt der Handlung gelangweilt hat. Man fliegt nur so durch diese 480 Seiten und erhält st

Buchrezension: Acht perfekte Morde - Peter Swanson

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch den Thriller "Acht perfekte Morde" von Peter Swanson vorstellen. Für mich gibt es im Grunde zwei Arten von Thrillern : Die einen versuchen mit möglichst grausamen Szenarien den Leser erschaudern zu lassen. Die anderen hingegen wirken etwas „harmloser“, schaffen es jedoch mit einer intelligent durchdachten Story und guten Charakteren eine mysteriöse Spannung zu erzeugen, die weitaus fesselnder ist als ein stumpfes Blutbad. Und genau zu dieser zweiten Kategorie zählt „Acht perfekte Morde“. Der Titel offenbart natürlich, dass es in diesem Buch auch nicht ganz harmlos zugeht, aber die Gewalttaten per se stehen nicht im Fokus. Peter Swanson baut stattdessen ein faszinierendes Netz aus Zusammenhängen auf, bei dem man nie weiß, welche Fäden sich als nächstes verbinden. Dabei ist die Verknüpfung der Handlungsstränge keineswegs zu komplex, um einen entspannten Lesefluss aufkommen zu lassen. Alles fügt sich mühelos und der Leser ist hautnah dabei,

Buchrezension: Was die Nacht verschweigt - Louise Doughty

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Hallo zusammen, heute möchte ich euch den Roman "Was die Nacht verschweigt" von Louise Doughty vorstellen. Ich habe zugegebenermaßen relativ lange gebraucht, um mich durch diese etwa 500 Seiten zu kämpfen. Wie bei so manch anderem Buch auch verläuft die Handlung von „Was die Nacht verschweigt“ zu Beginn etwas schleppend. Doch nach den ersten 100 unspektakulären Seiten wurde ich etwas ungeduldig – obwohl das Buch als „Roman“ natürlich nicht mit einem klassischen Psychothriller gleichgestellt werden sollte was die Erwartungshaltung beim Stichwort Spannung angeht, war ich dennoch ziemlich enttäuscht. Die Story plätschert gemütlich vor sich hin und auf diesem Weg erfährt der Leser so allerhand Details. Obwohl ich detailverliebte Autoren und Autorinnen zu schätzen weiß, wurde hier das Ziel ein wenig verfehlt. Statt der Fantasie auf die Sprünge zu helfen, um ganz in die Geschichte eintauchen zu können, wirken die umfangreichen Beschreibungen auf Dauer einfach nur störend. An manc

Buchrezension: Bad Dreams - Megan Miranda

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Hallo zusammen, heute geht es mal wieder um einen Thriller. Mit dem Buch "Bad Dreams" der internationalen Bestseller-Autorin Megan Miranda holt Ihr Euch eine atmosphärische Abendlektüre ins Haus: Was mir an „Bad Dreams” wohl am besten gefallen hat, ist die Story per se. Irgendwie anders als andere Thriller, aber auch nicht zu abgefahren. Auch die dargestellten Charaktere waren interessant – an manchen Stellen hätte man gerne noch mehr über Randpersonen erfahren. Doch vielleicht hat gerade das zur mysteriösen Grundstimmung der Handlung beigetragen. Ein Kritikpunkt ist für mich die Verteilung von Spannungsmomenten . Die erste Hälfte des Buchs plätschert eher ein bisschen dahin und auch in der zweiten Hälfte nimmt das Ganze erst zum Ende hin Fahrt auf. Dann passiert gefühlt alles auf wenigen Seiten und zum Schluss wird man mit Plot-Twists quasi überrumpelt. Da während des Buchs immer wieder falsche Fährten gelegt werden, hätte ich mir am Ende eine ausführlichere Auflösung gew

Buchrezension: Sieben Opfer - Victoria Selman

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Hallo zusammen, auch 2022 möchte ich wieder über Bücher berichten, die mir - mal mehr, mal weniger - gut gefallen haben. Den Auftakt in diesem Jahr macht eine positive Rezension zum Debut-Thriller von Victoria Selman. Die Profilerin Ziba MacKenzie erfüllt so ziemlich jedes Klischee , das man mit einer weiblichen Hauptfigur in einem Thriller/Krimi verbinden könnte: Sie ist knallhart, nimmt kein Blatt vor den Mund und sollte ein Mann sich mit ihr anlegen, bekommt er ihre militärische Spezialausbildung zu spüren. Sogar die tragische Backstory kann sie vorweisen. Deshalb war ich anfangs skeptisch, ob mich der Roman wirklich packen würde. Glücklicherweise tritt jedoch schnell die Haupthandlung in den Vordergrund: Nach 25 Jahren Pause schlägt Londons gefürchtetster Serienkiller wieder zu. Doch warum? Und wen trifft es als nächsten? Diese Fragen und noch viele weitere gilt es zu lösen – abwechselnd begleiten wir dabei unsere Hauptfigur und den Mörder „bei der Arbeit“. Spannend wird das G