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Buchrezension: Treffen sich zwei Träume. Beide platzen. - Patrick Salmen

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Hallo zusammen, nachdem ich Euch in den beiden letzten Beiträgen Bücher von Science-Slammern vorgestellt habe, soll es heute das Buch eines Poetry-Slammers sein, der die "Trilogie" abschließt.

Vor knapp zwei Jahren bin ich durch Zufall auf Patrick Salmens damals aktuelles Buch "Genauer betrachtet sind Menschen auch nur Leute" gestoßen und habe es absolut geliebt. Ich wusste: das wird nicht das letzte Buch des Autors sein, das ich lesen werde und nun war es endlich soweit. Patrick Salmen versteht es wie kein anderer, die Absurditäten des Alltags zu erfassen und sie zu lustigen, aber gut durchdachten Kurzgeschichten zu verarbeiten.

"Treffen sich zwei Träume. Beide platzen." ähnelt dem bereits genannten Vorgänger-Buch sehr und ich bin froh, dass sich Schreib- und Erzählstil kaum geändert haben. In Sachen Wortspiele hat sich der Autor meines Erachtens sogar gesteigert. Neben diesen finden sich im Buch aber natürlich auch kleine Gesprächsfetzen und Geschichten…

Buchrezension: Treffen sich zwei Moleküle - Martin Moder

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Hallo zusammen, nachdem ich Euch beim letzten Mal ein Buch des Science-Slammers Jörn Höpfner vorgestellt habe, soll es diese Woche wieder in diese Richtung gehen - zumindest stilistisch. Thematisch weichen wir nämlich ein gutes Stück von der Soziologie ab und begeben uns in das spannende Feld der Molekularbiologie zusammen mit Martin Moder.
Ich muss zugeben, dass mir im Voraus nicht wirklich klar war, was denn nun das Kernthema dieses Buches ist und ob es sich auf einen speziellen Aspekt der Mikrobiologie fokussiert. Titel und Klappentext waren aber überzeugend genug, um den "Sprung in die Ungewissheit" zu wagen und das Buch zu bestellen. 
Um die (auch meine) anfängliche Frage gleich zu Beginn zu beantworten: der Autor legt sich nicht auf eine bestimmte Thematik fest, sondern bietet dem Leser einen Überblick über ganz verschiedene Bereiche der Mikrobiologie. Er schafft es auch komplexe Vorgänge anschaulich darzustellen ohne, dass man das Gefühl einer zu starken Vereinfachun…

Buchrezension: Sag mir, was du kaufst, und ich sag dir, wer du bist - Jörn Höpfner

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Hallo zusammen,bei meiner heutigen Rezension geht es um ein Buch aus dem Fachbereich Soziologie. Ich muss jedoch ganz ehrlich sagen, dass die Erwartungen, die ich an dieses Buch hatte, nicht wirklich erfüllt wurden. Dabei gab es im Voraus zwei Möglichkeiten, wie es mich überzeugen hätte können: Es vertieft soziologisches Grundwissen weiterführend und zeigt Aspekte auf, für die in der Soziologie-Einführungs-Vorlesung keine Zeit bleibtEs ist hauptsächlich auf den Unterhaltungsaspekt fokussiert und unglaublich witzigLeider konnte das Buch mir weder den einen noch den anderen Wunsch erfüllen und ist mehr so eine Art Zwischenlösung. Inhaltlich gab das Buch nicht viel Neues her, da es nur um Sozialstrukturanalyse anhand der Milieus des Sinus-Instituts geht. Da ich mich aber schon ein paar Mal mit Soziologie beschäftigt habe, waren die verschiedenen Milieus mir bereits ein Begriff, auch wenn ich den Supermarkt-Bezug noch recht erfrischend fand. Vermutlich eignet sich das Buch also wohl ehe…

Buchrezension: Vom Anfang bis heute: eine kleine Geschichte der Welt - Loel Zwecker

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Hallo zusammen,heute möchte ich Euch ein Buch vorstellen, dass wohl für alle geeignet ist, die das Gefühl haben, nicht viel aktives Wissen aus dem Geschichtsunterricht mitgenommen zu haben.
Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr positiv von diesem Buch überrascht wurde. Auch mein ursprüngliches Interesse lag darin, Geschichtswissen aus Schulzeiten wieder etwas aufzufrischen (im Endeffekt vergisst man ja doch mehr, als ursprünglich erwartet…). Im Nachhinein kann ich durchaus behaupten, dass viel passives "da war doch mal was"-Wissen wieder reaktiviert wurde. Zusätzlich hatte ich aber definitiv beim Lesen mehr Spaß, als im schulischen Frontalunterricht.
Es gibt mehrere Gründe, warum ich dieses Buch so positiv einschätzen möchte. Der erste Grund ist der Kommunikationsstil des Autors - sehr locker und dennoch nah an den Inhalten bringt er mich nicht nur immer wieder zum Schmunzeln, sondern lässt das Erklärte auch sehr nachvollziehbar und logisch erscheinen. Mir fiel es nie schwer,…

Buchrezension: Warum die Zeit verfliegt - Alan Burdick

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Hallo zusammen, die Zeit verfliegt und vom Januar 2018 bleiben nur noch wenige Tage übrig. Um meine kümmerliche Rate von mindestens einer Buchrezension pro Monat aufrechtzuerhalten, möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, in dem es um - wie passend - Zeitempfinden geht.
Ich habe mir schon des Öfteren Gedanken über die Subjektivität des Zeitempfindens Gedanken gemacht und mich dementsprechend sehr gefreut, als ich diesen Buchtitel beim Stöbern entdeckte. Das Konzept der Zeit birgt etwas sehr Surreales, da es nur durch das menschliche Empfinden existiert und nicht wirklich fassbar erscheint.
Bevor ich zu lesen begann, war mich also nicht ganz klar, was mich erwarten würde. Ein paar Gedankenexperimente und philosophische Betrachtungen reichen höchstwahrscheinlich nicht aus, um ein gesamtes Buch zu füllen. Positiv überrascht war ich dementsprechend von dem sehr naturwissenschaftlichen Weg, den der Autor ging, um das Phänomen "Zeit" fassen zu können. Dabei versucht der Autor mith…

Buchrezension: Cartographics. Die Kunst der Kartengestaltung - Jasmine Desclaux-Salachas

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Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr hattet schöne Feiertage und genießt nun die "verspätetete weiße Weihnacht". Ein besonders schönes Weihnachtsgeschenk war für mich ein Buch, dass nur wenige Tage vor heilig Abend eingetroffen ist. Zum ersten Mal darf ich also nun etwas vom Kunstband-Verlag Prestel rezensieren und freue mich, meine Eindrücke mit Euch teilen zu können. Das Buch, auf das ich übrigens schon länger ein Auge geworfen hatte, heißt Cartographics und behandelt das Thema "moderne Kartengestaltung".
Das Zeitalter der klassischen Karten als primäres Orientierungs- und Navigationsmittel wurde durch moderne GPS-Nutzung größtenteils abgelöst. Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - hat sich die Kartengestaltung als auch Kunstform neu erfunden.
Nicht mehr Überschaubarkeit und praktische Anwendung stehen im Vordergrund - der Kreativität der Karten sind keine Grenzen gesetzt: verschiedenste Eigenschaften einer geographischen Region werden aus unterschiedlichen Bl…

Buchrezension: 4000 Meilen durch die USA: meine Reise zu den Großen Fragen des Lebens - Andrew Forsthoefel

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Hallo zusammen, heute möchte ich euch etwas über eine respektable Reise erzählen. Andrew Forsthoefel ist zu Fuß über 4000 Meilen quer durch die Vereinigten Staaten gewandert, um herauszufinden, was es bedeutet erwachsen zu werden.

Ich wusste eigentlich nicht wirklich, was mich beim lesen dieses Buchs zu erwarten hatte. Das Konzept hat mir aber auf Anhieb gefallen, also wollte ich dem Ganzen eine Chance geben. Ich bin der festen Überzeugung, dass jeder eine interessante Geschichte zu erzählen hat und war dementsprechend neugierig auf die Erzählungen aller Menschen, denen Andrew auf seinem Weg durch die USA begegnet ist.

Von Kapitel zu Kapitel erhält man hier jedoch nicht nur einen Einblick in das Leben der "Interviewten", sondern auf tiefgründige Einsichten in die Gedankenwelt eines jungen Mannes, der nicht recht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll. Trotz seines jungen Alters, kann sich Andrew sehr gut ausdrücken und säumt seine Gedanken mit Anekdoten aus seiner Kindhe…