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Buchrezension: Zeugin der Toten - Elisabeth Herrmann

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Hallo zusammen, heute gibt es schon wieder eine Rezension aus der Ecke "Thriller": Zeugin der Toten von Elisabeth Herrmann ist der erste Band aus der Reihe der Autorin. Ich hatte anfangs große Erwartungen an diesen Thriller. Zwar habe ich zu Beginn bereits damit gekämpft, mich in die Geschichte einzufinden und die Personen einzuordnen, doch der Schreibstil und die Idee haben mir sehr gut gefallen. Die Hauptcharaktere sind sympathisch und nicht zu eindimensional . Auch wenn sie manchmal ein bisschen klischeehaft wirken, verlieren sie nicht ihren Charme.  Trotz des angenehmen Schreibstils , der dazu einlädt, durch die Seiten zu fliegen, bin ich nach einiger Zeit immer wieder durcheinandergeraten. Viele Abkürzungen, unterschiedliche Zeitlinien und die zahlreichen Identitäten und Decknamen, die scheinbar jeder Protagonist aus dem Ärmel schüttelte, erschwerten es mir, den Anschluss nicht zu verlieren. Weil man sich so darauf konzentrieren muss, dem Plot zu folgen, gerät der Lesesp

Buchrezension: Der Fährmann - Ashley Dyer

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Hallo zusammen, ich hoffe, Ihr habt die Feiertage gut überstanden und freut Euch schon auf Silvester - wenn auch nur im kleinen Kreis. Da die Tage zwischen Weihnachten und Silvester sowieso primär mit Verdauung und Erholung in Verbindung stehen, eignen sie sich hervorragend, um mal wieder ein gutes Buch in Angriff zu nehmen. Wenn Ihr gerne Krimis, Thriller oder ähnliches lest, könnte meine heutige Rezension vielleicht ein guter Tipp für Euren Bücherstapel sein. Zu Beginn meiner Rezension gleich die wichtige Anmerkung, dass es sich bei diesem Buch um den zweiten Teil einer Thriller-Reihe handelt. Die Bände hängen zwar zusammen, sind aber unabhängig voneinander lesbar, was ich nach dem Lesen von „Der Fährmann“ definitiv bestätigen kann. Obwohl ich den Vorgänger-Band („Der Dornenmörder“) nicht gelesen hatte, haben sich meinem Empfinden nach keine bedeutenden inhaltlichen Lücken ergeben. Die einzigen Stellen, an denen man überhaupt merkt, dass es sich um eine Fortsetzung handelt, betreffe

Buchrezension: Folge dem weißen Kaninchen… in die Welt der Philosophie – Philipp Hübl

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Hallo zusammen, heute soll es mal um die Philosophie gehen  (anstatt wie sonst üblich um die Psychologie ;-)).  Meiner Meinung nach geht man mit dem Kauf eines populärwissenschaftlichen Buchs über philosophische Themen ein gewisses Risiko ein: viele Autoren haben wenig Relevantes zu sagen und verbergen diesen Umstand hinter einem Wall aus unnötigen Fachbegriffen und Schachtelsätzen. Doch glücklicherweise handelt es sich bei diesem Buch von Philipp Hübl nicht um die befürchtete trocken-theoretische Sammlung egozentrischen Geschwurbels, sondern um ein wirklich gelungenes Einstiegswerk in die moderne Philosophie .  Anhand einer großen Bandbreite an Themen schafft es Hübl, klassische Philosophie mit modernen Ansätzen und unterhaltsamen Anekdoten zu verbinden. Zu den im Klappentext genannten thematisierten Fragen zählen unter anderen z.B. die folgenden:  Was können wir wissen? Wie erleben wir unseren Körper? Kann man Bewusstsein wissenschaftlich erklären? Wie erhalten Worte ihre Bedeutung,

Buchrezension: Die geheimnisvolle Macht der Farben - Axel Buether

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch das Sachbuch "Die geheimnisvolle Macht der Farben" vom renommierten Farbpsychologen Axel Buether vorstellen.  Das Buch teilt sich inhaltlich in zwei Sinnabschnitte: im ersten wird – wie es der Autor nennt – auf die „Natur der Farben“ eingegangen, während sich der zweite Abschnitt mit den einzelnen Farben und deren Eigenschaften (der „Kultur der Farben“ ) auseinandersetzt. Der erste Teil beschäftigt sich mit diversen Aspekten aus Naturwissenschaften und Co., die mit der Farbwahrnehmung im Zusammenhang stehen. Neben den biologischen Funktionen von Farben und der Mechanik der optischen Farbwahrnehmung werden in diesem Abschnitt auch einige Fragen darüber beantwortet, wie Farbgestaltung im Alltag Einfluss auf unser Wohlbefinden nehmen kann. Meines Erachtens nach hätten diese vergleichbar praxisnahen Ausführungen deutlich mehr Volumen des Buches ausmachen dürfen – im Gegenzug hätte ich dafür auch auf die detaillierte Schilderung der Farbv

Buchrezension: Böse. Die Psychologie unserer Abgründe - Dr. Julia Shaw

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Hallo zusammen, heute möchte ich Euch das zweite Buch der Kriminalpsychologin Dr. Julia Shaw vorstellen. Vielleicht haben einige von auch ja auch ihr Vorgängerwerk "Das trügerische Gedächtnis" gelesen - meine Rezension zu diesem Buch findet Ihr übrigens hier . Mit „Böse“ konnte die Autorin Dr. Shaw aus meiner Sicht definitiv an ihren Erfolg von „Das trügerische Gedächtnis“ anknüpfen. Es ist ihr erneut gelungen, die wissenschaftlichen Inhalte auch für Laien anschaulich zu präsentieren, ohne sie dabei zu stark zu vereinfachen oder übermäßig zu abstrahieren. Neben ihrer fachlichen Kompetenz besticht Shaw durch einen sehr angenehmen Schreibstil , der sich durch das Zuziehen vieler gedanklichen Szenarien, wissenschaftlicher Studienergebnisse und Alltagssituationen auszeichnet. Interessant finde ich auch, dass sie mit ihren persönlichen Einstellungen durchaus offen umgeht und so sozusagen die vermittelten Erkenntnisse kommentiert. Während es bei anderen Sachbüchern durchaus unange

Buchrezension: Vespasian. Das ewige Feuer (Band 8) - Robert Fabbri

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Hallo zusammen, wir nähern uns mit großen Schritten dem Ende der Vespasian-Reihe von Robert Fabbri und beschäftigen uns heute mit dem achten und somit vorletzten Band. Dieser kommt meiner Meinung nach nicht an das Niveau des Vorgänger-Bandes heran (dieser zählte für mich definitiv zu den besten der Reihe - hier geht's zur Rezension ).  Zwar kommt durchaus Spannung auf und man kann das Buch einfach so „weglesen“, aber die atmosphärische Dichte mancher Vorgängerbände wird nicht erreicht.  Wie schon gewohnt teilt sich das Buch in mehrere Teile, die relativ unabhängig voneinander sind, nämlich in die folgenden: Teil 1: Vespasian muss im Auftrag des Kaisers römische Sklaven aus einer nordafrikanischen Oase freikaufen. Das ist wieder einmal das von anderen Bänden schon bekannte „Abenteuer unter heißer Sonne“, das vom Autor vermutlich deswegen so gerne eingebaut wird, weil er dabei seiner Fantasie freien Lauf lassen kann. Ich nenne das immer den „Karl-May-Abschnitt“ des Bandes. Eine so fr

Buchrezension: Vespasian. Das zerrissene Reich (Band 7) - Robert Fabbri

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Hallo zusammen, seit der Umstellung auf Online-Studium habe ich eines festgestellt: ich lese fast ausschließlich in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zuhause finde ich seltener die Zeit, mich mal einfach mit einem Buch hinzusetzen, weil es zahlreiche Alternativen gibt, die objektiv betrachtet "dringender" oder "wichtiger" scheinen. Letzte Woche ist aber nun endlich Band 7 der Vespasian-Reihe von Robert Fabbri erschienen und beendete meine lange Lese-Durststrecke. Umso erfreuter war ich darüber, dass der vorliegende Roman sicherlich zu den stärksten Bänden der Reihe gehört. Obwohl über den dargestellten Zeitabschnitt wenig aus Vespasians Leben bekannt ist, gelingt es Fabbri dennoch meisterhaft dessen Biografie in diese Zeit hineinzuweben.  Der Band teilt sich in zwei große Abschnitte:  Im ersten befindet sich Vespasian in Rom und wird wieder einmal in die Intrigen am kaiserlichen Hof hineingezogen. Nero versetzt die High Society Roms gerade in Angst